Mineralwasser - kontrollierte Qualität und ein Genuss ...

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Alles über Mineralwasser

 

Mineralwasser – kontrollierte Qualität für gesunden Genuß

 

1. Wie entsteht eigentlich natürliches Mineralwasser?

 

Mineralwasser ist ein reines Naturprodukt und kann nicht industriell hergestellt werden.

 


Es entsteht aus Niederschlagswasser, das beim Versickern durch die unterschiedlichen Erd- und Gesteinsschichten gefiltert und gereinigt wird. Bei diesem Sickervorgang, der einige hundert Jahre dauern kann, löst das Wasser Mineralien und Spurenelemente aus dem Gestein.

 

Tief in der Erde sammelt es sich schließlich – es entsteht ein Mineralwasservorkommen. Als Mineralwasser darf es nur gefördert werden, wenn die unterirdische Quelle nachgewiesenermaßen ursprünglich rein ist – d.h. die Quelle muß vor jeglicher Verunreinigung geschützt sein. Um die Reinheit des Mineralwassers bis hin zum Verbraucher zu bewahren, muß das kostbare Naß direkt an der Quelle in die für den Endverbraucher bestimmte Verpackung abgefüllt werden.

 

2. Was unterscheidet Mineralwasser von Leitungswasser?

 

Für Mineralwasser ist vorgeschrieben, daß es bereits beim Austritt aus der Quelle mikrobiologisch und chemisch einwandfrei sein muß.

Erlaubt sind nur wenige Behandlungsverfahren, z.B. die Entfernung des natürlich vorkommenden Eisens oder der Zusatz von Kohlensäure.


 

Leitungswasser hingegen kann aus Rohwasser höchst unterschiedlicher Qualität mit einer Vielzahl von Aufbereitungsverfahren und chemischen Zusatzstoffen hergestellt werden. Anschließend wird es über ein weitverzweigtes Rohrleitungsnetz an die Haushalte verteilt.

Der Leitsatz in der deutschen Mineral- und Tafelwasserverordnung lautet beim Mineralwasser, daß es günstige Wirkungen auf den menschlichen Organismus haben muß. Beim Leitungswasser, das der Trinkwasserverordnung unterliegt, lautet der Leitsatz, daß es die menschliche Gesundheit nicht schädigen darf.

 

3. Welche Kontrollen werden bei Mineralwasser durchgeführt?

 

Obwohl natürliches Mineralwasser schon beim Austritt aus der Quelle mikrobiologisch und chemisch rein sein muß, werden viele Kontrollen durchgeführt.


 

Allein 200 Tests muß Mineralwasser bestehen, bevor es als natürliches Mineralwasser in den Handel gebracht werden darf.

Mineralwasser ist das einzige Lebensmittel in Deutschland, das amtlich anerkannt werden muß.

Die amtliche Anerkennung wird von den zuständigen Behörden erteilt, die auch später regelmäßig überprüfen, ob die Analyseergebnisse unverändert sind. Auch die Mineralbrunnen selbst überprüfen in eigenen Labors und durch externe Institute ständig die einwandfreie Qualität ihrer Erzeugnisse. Mineralwasser gehört damit zu den bestkontrollierten Lebensmitteln in der Bundesrepublik.

 

4. Kann man Mineralwasser eigentlich selbst herstellen?

 

Das ist nicht möglich. Zwar gibt es Geräte, mit denen man Leitungswasser mit Kohlensäure versetzen kann.


 

Doch Leitungswasser plus Kohlensäure ergibt kein Mineralwasser.

Denn nicht die Kohlensäure ist charakteristisch für Mineralwasser.

Mineralwasser ist ein Naturprodukt, das in einem langen Prozeß entsteht und sich vor allem durch seine ursprüngliche Reinheit auszeichnet. In der deutschen Mineral- und Tafelwasserverordnung ist darüber hinaus vorgeschrieben, daß es aufgrund seines Gehalts an wertvollen Mineralien und Spurenelementen  günstige Wirkungen auf den menschlichen Organismus (sog. „ernährungsphysiologische Wirkungen") nachweisen muß.

Durch Zugabe von Kohlensäure kann man Leitungswasser weder ursprüngliche Reinheit noch ernährungsphysiologische Wirkung verleihen.

 

5. Bedeutet die ursprüngliche Reinheit von Mineralwasser, daß es steril sein muß?

 

Natürliches Mineralwasser ist kein steriles Produkt. Es enthält eine quelleigene Mikroflora. Dabei handelt es sich um natürliche Wasserkeime, die für den Verbraucher völlig unschädlich sind. Der Gesetzgeber verbietet sogar, Mineralwässer zu desinfizieren und dadurch die natürliche Mikroflora zu zerstören.


Dass Mineralwasser gesundheitlich einwandfrei ist, wird im Rahmen der amtlichen Anerkennung, also bevor es überhaupt als natürliches Mineralwasser verkauft werden darf, überprüft.

Vereinzelt wird geraten, daß schwer abwehrgeschwächte Patienten – z.B. nach einer Organtransplantation – Mineralwasser nur abgekocht trinken sollten. Nun weiß jeder Arzt, daß für diese extrem gefährdete Risikogruppe sämtliche Lebensmittel sterilisiert werden müssen. Solche Patienten dürfen auch Leitungswasser, wie es aus dem Hahn kommt, nicht trinken – sie dürfen sich nicht einmal damit waschen.

 

6. Auf Mineralwasserflaschen steht immer „natürliches Mineralwasser". Gibt es denn auch unnatürliches?

 


Mit der Bezeichnung „natürliches Mineralwasser" wird betont, daß es sich um ein reines Naturprodukt und nicht um ein industriell hergestelltes Getränk handelt. Ein Mineralwasser hat alle in ihm enthaltenen Mineralien und Spurenelemente bei seinem Weg durch unterirdische Gesteinsschichten aufgenommen.

Tafelwasser dagegen ist ein hergestelltes Produkt, meist auf Basis von Leitungswasser, dem Mineralien künstlich zugesetzt werden. Daher hieß Tafelwasser früher „künstliches Mineralwasser".

 

 

7. In der typischen „Perlenflasche" der deutschen Mineralbrunnen gibt es mittlerweile auch Erfrischungsgetränke. Warum werden sie auch in Mineralwasserflaschen angeboten?


 

Ganz einfach: Ob Limonade, Brausen, Fruchtsaftgetränke, Eistee oder Cola-Getränke – im Gegensatz zu vielen anderen Durstlöschern, die mit Leitungswasser hergestellt werden, sind Erfrischungsgetränke in der Perlenflasche immer auf der Basis von natürlichem Mineralwasser gemixt. Deshalb bezeichnet man sie auch als Mineralbrunnen-Erfrischungsgetränke.

Das Sortiment der „Mineralwasser plus Fruchtsaft"-Getränke bringt natürliche Vielfalt in die Mehrwegflaschen. Erhältlich sind z.B. Geschmacksrichtungen wie Ananas, Apfel, Grapefruit, Maracuja, Blutorange und Cassis. Besonders beliebt ist die klassische Apfelschorle.

 

8. Bei Mineralwasser gibt es ja reichlich Auswahl. Für welches soll man sich entscheiden?

  

Das Angebot ist in der Tat groß. Man kann wählen zwischen rund 350 Mineralwässern und etwa 65 Heilwässern aus deutschen Brunnen.


 

Es gibt Mineralwässer unterschiedlichster Zusammensetzung – dies ist abhängig davon, welche Gesteinsschichten ein Mineralwasser durchlaufen hat. Formation und Zusammensetzung der Gesteinsschichten sind regional sehr verschieden.

Daher hat auch jedes Mineralwasser seinen eigenen unverwechselbaren und individuellen Geschmack.

Auf dem Etikett werden in der Regel die charakterisierenden Bestandteile des jeweiligen Mineralwassers einzeln aufgeführt. Oftmals finden sich dort auch Hinweise, die die Auswahl erleichtern, wie beispielsweise „calciumhaltig", „magnesiumhaltig" oder „Geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung".

 

 

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